Der Dietiker Fiirabigmärt macht zum ersten Mal eine grosse Pause. Er findet bereits diesen Mittwoch 3. Oktober 2018 nicht mehr statt. Das teilte gestern Sabine Billeter, Geschäftsleiterin der Vereinigung Zentrum Dietikon (VZD) mit. Sie organisiert den Fiirabigmärt. Im Frühling, als der Dietiker Fiirabigmärt auf dem Rapidplatz erstmals stattfand, hiess es, dass die Marksaison bis Ende Oktober dauere. Sofern denn das Wetter mitspielt. Und das tut es jetzt, wo sich der Hitzesommer definitiv verabschiedet hat, nicht mehr. «Letzten Mittwoch war es sehr kalt. Viele Besucher kamen daher nur kurz an den Fiirabigmärt. Sie hatten keine Lust, in der Kälte zu verweilen», sagt Billeter dazu. Daher habe sie in Absprache mit den Standbetreibern entschieden, die Marktsaison zu beenden. Denn wenn der Besucheraufmarsch zu klein ist, lohnt sich das grosse Engagement, mit dem Sabine Billeter und die Standbetreiber jeweils den Markt auf die Beine stellen, nicht mehr. Hinzu kommt, dass nächste Woche bereits die Herbstferien beginnen. Und in Bergdietikon laufen sie schon.
Nun, wo der Markt und mit ihm der Rapidplatz in den Winterschlaf geht, ist es Zeit für eine erste Bilanz. Schliesslich war der Fiirabigmärt dieses Jahr eine Premiere. «Der Markt ist im Limmattal gut aufgenommen worden und es hat sich gezeigt, dass er einem Bedürfnis entspricht. Aber klar: Ich hätte gerne noch mehr Besucher gehabt», bilanziert Billeter.
Man müsse dem Fiirabigmärt aber auch noch etwas Zeit geben. «Einen toten Platz lebendig zu machen, braucht einfach seine Zeit. Entsprechend schaut sie guten Mutes in die Zukunft. Ideen, um den Fiirabigmärt stets attraktiv zu halten, hat sie auch. So habe sich gezeigt, dass mehr Leute kommen, wenn es neben den Marktständen noch zusätzliche Angebote gibt. So wurde etwa das Pétanque-Spiel, das vor wenigen Wochen neu eingeführt wurde, schnell zum Renner am Fiirabigmärt. Auch Auftritte von Musikern oder Clowns wussten die Marktbesucher besonders zu begeistern.
Seit Billeter jeweils am Mittwochmorgen früh mit dem Aufstellen des Marktes beginnt und danach bis abends spät aufräumt, macht sie sich auch noch mehr Gedanken zum Rapidplatz. «Der Fiirabigmärt hat auch gezeigt, dass man noch mehr aus diesem Platz machen könnte», sagt Billeter. So kommt sie beispielsweise auf den Belag zu sprechen. Man könne sich beispielsweise überlegen, einen Teil der Fläche als Wiese zu gestalten, auf der die Kinder herumtollen können. «Ein Gesamtkonzept für den Rapidplatz wäre dazu sicher nützlich», sagt Billeter und verweist auf das Postulat, das FDP-Gemeinderat Peter Metzinger, Präsident des Quartiervereins Limmatfeld, im Mai 2018 eingereicht hatte. Die Antwort des Stadtrats steht noch aus.
Im Mai 2019 wird der Rapidplatz wieder aus seinem Winterschlaf erwachen, wenn der Fiirabigmärt in seine zweite Saison startet. Klar ist für Billeter jetzt schon, dass die zweite Marktsaison von Anfang an nur bis Ende September dauern wird, sodass man gar kein Herbstwetter-Risiko eingehen muss.
Das ganze Jahr hindurch findet hingegen der wöchentliche Frischmarkt auf dem Kirchplatz statt (jeweils samstags von 7 bis 12 Uhr). Was den Frischmarkt anbetrifft, überlegt sich Billeter bereits, wie man ihn während der Limmattalbahn-Baustelle in Dietikon durchführen kann. Eine Idee ist es, ihn ins Velohaus beim Bahnhof zu verlegen.
 
(AZ Text David Egger)